Island im Winter

„I took the road less travelled by, and that has made all the difference“*

Island ist kein Geheimtipp mehr. Selbst im Winter. Die Insel wird gerne besucht und die Isländer kompensieren das, was die Touristen (oder auch die touristisch bedingte Infrastruktur) an landschaftlicher Schönheit kaputtmachen damit, dass sie an den Touristen verdienen. Das ist nur fair. Aber es gibt auch noch Orte, die frei sind von  Besuchern und sei es nur deshalb, weil sie weniger spektakulär sind, als die Geysire oder so weit von Reykjavik weg liegen, dass man sich an den Wasserfällen schon sattgesehen hat, und die Unscheinbareren schon mal links liegen lässt. Oder, weil man einfach zu faul ist, um 500 Meter zu Fuß zu gehen.

Meine Mindscapes-Serie mit isländischen Motiven, zeigt gerade die unscheinbaren Motive: Strommasten in der Einsamkeit, weite Horizonte, Zäune an verschneiten Feldern. Das Island der langsamen Reisenden.

*Robert Frost